Montag, 15. Januar 2018

die fünf - beim asiaten

Es gibt manche Dinge, die kann man gut mit einem Text beschreiben. Beispielsweise wie Familienunternehmen der Saisonalität begegnen oder warum ein Betrieb in einer gewissen Rechtsform firmiert. Dann gibt es Dinge, die muss man mit einem Bild festhalten. In den Sinn kommt ein krachender Punch eines Boxers oder die futuristische Außenarchitektur eines Gebäudes. Und dann gibt es Dinge, die unabdingbar in eine Auflistung müssen, dadurch Klicks generieren und polarisieren. Ein Ranking hat immer etwas Angreifbares und Disruptives. Da ich zu faul bin – und mich zudem nicht in den Mainstream einordne – gibt es im Gegensatz zu allen anderen Qualitätsmedien hier nur die Hälfte und keine Top-10. 


Thema heute: Warum hängt immer ein Clochard im asiatischen Schnell-Restaurant rum?


fünf-eins: Nahrung 

Die erste Möglichkeit, die ich darstellen muss, ist die offensichtlichste. Wir teilen den Zweck des Besuches. Der Bauch knurrt, der Mund ist wässrig, das Gemüt sinkt. Über dem Verhältnis von Preis Leistung hängt zwar der Vorhang der Verschwiegenheit, aber es muss durchaus in Betracht gezogen werden, dass wir beide nur nach Soja lechzen. Die Speisekarte ist üppig besetzt. Es findet sich etwas für jeden Geschmack. Ob Soja von der Sorte Merlin, die eine überragende Toleranz für Kälte besitzt, über Gallec, die in der Abreife geringfügig später kommt als ihr Vorgänger, bis hin zu Amadine, die als einzige Sorte in Niedersachsen für den Speiseanbau freigegeben wurde. Da freut sich der innere Unkrautunterdrücker. Ist der Magen vollgeschlagen, ziehen wir beide weiter. Er immer ein Sojastücken Zeit später und beim nächsten Mal wieder leicht verfrüht, aber semantisch auf der selben Ebene. 

fünf-zwei: Mauerbrause 

Hier wird erlaubt sein kurz auf Preis-Leistung einzugehen. Zwar ist es im kulinarischen Rehgarten-Tempel um die Ecke nicht so billig wie im Kiosk. Man braucht allerdings nicht unbedingt Goldenes aus der Geldbörse zu zaubern, um den stabilen Bierdurst zu stillen. Die wohl trainierte Kehle findet im fernöstlichen Etablissement darüber hinaus global wertvollere Geschmacksrichtungen als anderswo. Die Stichwörter lassen einem das Kölsch in den Adern gefrieren: Tsingtao, Yanjing oder der gute alte Klassiker Lucky Buddha. Ist es nicht schön sich andere Kulturen einzuverleiben und das nicht nur beim Joghurt? 

fünf-drei: Politisches 

Demokratie kann etwas schrecklich Beunruhigendes mit sich bringen – Freiheit. Wir bleiben im gleichen Kulturkreis wie unser Essen für dieses Beispiel: Die chinesischen Lakaien von Präsident Xi nutzen die Wahl von Trump als Argument dafür, dass Demokratie ja gar nicht funktioniere. Versierte Systemkritiker werden einwerfen, dass die USundA ja gar keine Demokratie haben, sondern eine Mischung aus extrem veralteten Institutionen und Oligarchie. Möchte ich jetzt nicht näher darauf eingehen, ansonsten kommen wir nie zu fünf-vier. In Zeiten von #meToo und Dauersondieren flehen womöglich deutsche Bürger nach mehr Stabilität, Planbarkeit und einer starken Führung. Ein paar Stückchen Mauerbrause drüber, könnte man wahrlich auf die Idee kommen das alles in einem Restaurant zu finden. Nur schlecht, wenn die Gastgeber dann aus Kambodscha kommen. 

fünf-vier: Therapie 

Die schnelllebige Zeit nagt nicht nur an der Stabilität des Rückens unserer Gesellschaft. Laut des Münchener Instituts für lösungsorientiertes Denken (ein Name, der dem Google-Algorithmus nicht gerecht werden kann) erleben 20% aller Berufstätigen Burnout-ähnliche Phasen. Der Kleinhäusler an sich hat während seines Tagesablaufs ebenfalls Arbeit-ähnliche Phasen zu überstehen. Da kann es gut sein, dass die Psyche angekratzt ist wie die Frontschürze von Uwe Gries aus Petersberg bei Fulda. Abhilfe kann ein Seelenklempner schaffen. Dafür braucht es allerdings meist monetäre Mittel, die nicht in der gesamten Bevölkerungsschicht vorhanden sind. Kein Teil der Top 1% und trotzdem einen Zuhörer nötig, der kaum Zwischenfragen stellt und Höflichkeit im Nachnamen stehen hat? Wait no more! Kundenservice und Verschwiegenheit wird im chinesischen Restaurant um die Ecke überaus groß geschrieben. 

unentschieden: Zufall 

Wir hinterfragen: Sind meine vereinzelten Besuche überhaupt wissenschaftlich haltbar? Vielleicht sogar frei von der Philosophie des akademischen Arbeitens. Die Frage: Was können wir beweisen? Hier heißt es Selbstreflexion und Methodenkritik. Ich kann es nicht beweisen, dass immer eine Person beim fernöstlichen Verköstigungsstand meines Vertrauens lauert, da fehlen mir die forschungstechnischen Mittel. Im Makrokosmos flinke Pfanne gilt ohne Zweifel Schrödingers Theorieansatz. Der Vagabund kann nur gefunden oder nicht gefunden werden, wenn man in die flinke Pfanne hineinschaut. Im aktuellen Verlauf der Studie ist dies dauerhaft unmöglich. Zwar sind meine Arbeitsweisen dahingehend methodisch abgesichert, dass ich sie als qualitativ beschreibe. Mein Ziel ist es aber ein homogenes Ergebnis zu schaffen und deduktiv zu arbeiten. Bis ich soweit komme, muss ich wohl oder übel behaupten, dass die aktuellen Beobachtungen eine Form von Kontingenz sind.


Mittwoch, 9. August 2017

Früher war alles besser: Das Fliegen

„Das ist ein normales Prozedere, kein Problem!“ Unter den anwesenden Pauschal-Touris bricht trotz der Ansage des Hauptoffiziers leichte Panik aus. Die Boing 737 startet nur wenige Meter über der rettenden Landebahn wieder durch und erklimmt abermals die Lüfte über dem kanarischen Atlantik. Nach fünf Stunden inFlight-Werbung keine Eigenwerbung für den Flughafen in Arrecife, der – unter Meilensammlern bekannt– mit einem der schwersten Landeanflügen weltweit glänzt. Der Kapitän meldet sich zu Wort. Entgegen aller Filmklischees ist er kein Badass und landet Flugzeuge eben nicht nach der Prämisse: generell egal wie, Hauptsache unten (siehe Lost, Flight, Verschollen im Bermuda-Dreieck, Sully und was der Filme mehr sind). Die Windsituation sei nicht ausrechenbar genug, um sicher zu landen. Also, neuer Versuch.

Während sich der gegenwindgeprägte Flug also nochmals verlängert, denke ich über die Entwicklungen der Branche nach, die mich gerade in den Urlaub bringt. Billigairlines, Skandale rund um Overbooking, Streiks. Das Geschäft mit dem Jetten, so scheint es, ist zerrütteter denn je. Viele Dinge, die ich vor Jahren am Fliegen schätzte, fallen weg. Das fängt bei profanen Dingen wie der Grundversorgung an. Klingt nach Fake News ist aber wahr: ich habe mich früher auf die Verpflegung während diverser Mittelstreckenflüge gefreut. Ein bisschen Essen hier, ein bisschen Getränke da, dazu ein drittklassiger Film (Hart am Limit, Max und Moritz Reloaded, Im Dutzend billiger 2 und was der Filme mehr sind) ... da vergeht die Zeit wie im Flug.

Ohne die Airline, die mich am 06.08. um 13:35 Uhr von Schönefeld nach Lanzarote gebracht hat zu kritisieren, aber es verging hier nicht die Zeit wie im Flug. Kein Entertainment, Verpflegung zu Preisen, bei denen der gemeine Schwabe lieber trotzig verhungert, und Beinfreiheit wie im Überlandbus von Johannesburg nach Potchefstroom.

Apropos Schwabe. Das ist das einzige Argument für diesen Umschwung im Fliegermarkt: der Preis. Klar spart man heutzutage im Vergleich massiv. Der Flug vom Sonntag kostete mich ein Fünftel (Inflation nicht einberechnet) des Entgelts von früher. Aber wie irgendein Sportler irgendwann man bestimmt treffend sagte: „Es geht auch ums Feeling.“ Das ist meiner Meinung nach wegrationalisiert worden. Früher war Fliegen elitär, was Besonderes, spannend. Abseits von ein paar verirrten Normalos waren wir Kultivierten in der Luft unter uns. Wir tranken Tomatensaft und ergötzen uns am simplen Umstand, dass wir flogen und andere in Richtung irgendwelcher Seen in Bayern fuhren.

Das ist weg und kommt wohl so schnell nicht wieder. Insbesondere, wenn der Flug halt nicht die magische 6-Stunden Marke knackt, die irgendwie zwischen den neuen Normalos und meiner angestrebten Mitflieger-Gruppe steht. Damit muss ich mich wohl oder übel arrangieren. Auf dem Weg dahin eine Abschlussfrage: Und seit wann ist es wieder Brauchtum nach der Landung zu klatschen? Vor allem, wenn es erst beim zweiten Anlauf klappt ...

Sonntag, 16. Juli 2017

In den Untiefen des Word-Wide-Web: Eine Quelle gefällig?

Der Narzisst an sich ist ja kein Unmensch. Der Journalist auch nicht. Was beide eint ist, dass sie sehr auf ihr Erscheinungsbild achten. Der eine im Spiegel (also dem Reflektor, nicht des Magazins) und der andere im Internet. Selbstkontrolle ist ein weiteres Stichwort, das verbindet. Da hilft ein alter Apparat im Internet: die Suchmaschine. Was sich dort bei Zeiten auftut ist faszinierend. Zwei Fallstudien.

Der allwissende Prakti

Allzu oft hört man, dass Praktikanten bei Zeitungen oder in Online-Redaktionen zu wenig Verantwortung zugesprochen bekommen. Die etablierten Redakteure lassen der Kreativität ihrer Schützlinge wenig Lauf. Nicht aber beim Qualitätsblatt aus Ulm. Dort darf man gleich an die großen Fische ran. Zu seiner Zeit – wenige Leute werden sich im Trump-Hype der letzten Wochen an die andere große globale Debatte erinnern – wurde ich innerhalb einer Stunde zum Experten für Welthandel. Jenes Abkommen mit dem Namen TTIP stand in seiner 51290. Verhandlungsrunde und die werten Leser der Presse im Südwesten Deutschland warteten nur auf einen ganz einfachen Artikel, der die Vor- und Nachteile (es gibt tatsächlich Nachteile? Whaaaat?) nüchtern analysiert.

Jetzt ist das Internet bekanntlich eine öffentliche Plattform. Ich zitiere meine Lieblingsbachelorarbeit: „Ein Medium wie die Zeitung richtet sich generell an jeden. Die produzierten Inhalte der Journalisten und Redaktionen sind öffentlich. Jeder Artikel, jedes Foto und jeder Kommentar kann von Rezipienten konsumiert werden“(Sill nach Claudia Mast, „ABC des Journalismus“, Konstanz: UKV, 2004, S.50).

Warum die Munich Business School den Artikel „TTIP - Das Freihandelsabkommen schnell und einfach erklärt“ aber so gut fand, dass er dort zitiert wurde, bleibt schleierhaft. Das Fazit liest sich dennoch fantastisch: Ich bin eine wissenschaftliche Quelle in einem Text von Prof. Dr. Heiko Seif und Prof. Dr. Wolfgang Zirus. Unfassbar! Shoutout an die beiden. Ganz große Arbeit.

Abbildung 1: TTIP-Eine faktenbasierte Analyse (nach Zirus/Seif in Munich Business School, 2016; Zugriff 16.07.2017 auf munich-business-school.de)



Der kickende Ami

Der Magdeburger an sich tut sich ein bisschen schwer mit dem Englischen. Da ist die Presselandschaft leicht aufgeschmissen, wenn ein wurfgewaltiger Amerikaner im Heimatverein spielt. Man hat nicht nur mit dem Interagieren Probleme. Nein, es hapert auch am Vermögen einen Wikipedia-Artikel über den neuen Liebling zu schreiben.

Gut, dass es da Abhilfe gibt. Die beste Sportwebseite der Stadt hat nämlich seiner Zeit einen der fähigsten Schreiberlinge darauf angesetzt, den sympathischen Fußball-Allrounder mal ordentlich zu stalken. Unter dem Titel „Ryan Malone: Der große Unbekannte“ analysierte ich, was das Internet über den Ami hergab. Alte Artikel der College-Webseite, Statistiken aus den verschiedenen Sportligen der USA und was der Quellen mehr sind. Der Verfasser des Wiki-Artikels hatte da weniger Mühe und zitierte einfach mich. 

Fazit: Auch in den ewigen Weiten der Online-Enzyklopädien (danke Autokorrektur – kein Plan, wie man das schreibt) habe ich meinen Platz gefunden.

Zum Abschluss eine ganz geschickte Überleitung: Liebe Redaktionen, ich bin wissenschaftliche Quelle. Das wiegt doch sicher mehr als jede Schriftprobe. #pickme


Donnerstag, 1. Juni 2017

Der innere Trump – Ein Bachelorverweigerungstext

Orange, wahnsinnig, ansteckend: der neue Präsident der vereinigten Staaten. Er brabbelt, lügt und polarisiert. Er zieht Leute entweder in seinen Bann oder stößt sie ab. Das macht Donald Trump so gefährlich. Insbesondere, wenn man sich über Wochen hinweg mit ihm beschäftigt beziehungsweise beschäftigen muss. Auch im Journalismus – kurioser Weise die Kunst klar, deutlich und verständlich zu formulieren – kommt man nämlich um eine wissenschaftliche Arbeit nicht herum. Die Selbstfindung.

Ein Borderline-Narzisst sitzt stundenlang vor seinem Laptop. Er liest, tippt und hat hin und wieder das Verlangen Magdeburg great again zu machen.

Schon jemand über eine Mauer zwischen Halle und der Domstadt nachgedacht? Wohl kaum. Marktlücke! Die Republikaner in Sachsen-Anhalt stehen mit lächerlichen 252 Facebook-Gruppenmitgliedern schlechter da als die Haarpracht ihres bekanntesten Vertreters auf der anderen Seite des Ozeans. Die deutsche Community ist hingegen so tot, dass es nicht mal lustige Kommentare zu konsumieren gibt. Weak, low engery!

Da muss neuer Wind her. Als erstes braucht es einen Twitter-Kanal. Diesen nutzt Trump besser als jeder andere Politiker. Er befeuert Debatten oder stampft diese durch nichtbelegbare Aussagen einfach aus dem Boden. Nachdem der Borderline-Narzisst über Wochen hinweg die präsidialen Tweets verfolgt hat, ist die Entwicklung einer Strategie für die deutschen Republikaner billig. It’s gonna be so easy.

Weiterhin braucht es einen Endgegner. Eine Hassfigur. Den Gegenspieler. Hier ist die Wahl ebenfalls vergleichbar mit den Preisen bei primark. An der Spitze der Deutschland GmbH steht bekanntlich eine Frau. Das weckt ungeahnte Kraft bei jedem Trump-Fan. Merkel muss weg? So ein Quatsch…lock her up!!!

Um jene Frau dahin zu bekommen ist eine gewisse Schlagfertigkeit von Nöten. Diese ist – Debatten zeigten dies ein ums andere Mal – nicht von rhetorischer Natur. Weit gefehlt. Streitkräfte gehen weit über die Diskussionskultur hinaus. Zurück zur Wehrpflicht und zur Tradition. Da legt die Nebenpartei schon gut vor… aber das geht besser. Schon mal darüber nachgedacht, wie viele Arbeitsplätze die Implementierung einer militärischen Weltmacht schafft? Make Germany work again.

Seine Mitstreiter muss man sich trotz sozialer Medien erstmal aus dem lokalen Umfeld suchen. Dabei gilt es Unmögliches zu versprechen. Ein Beispiel hierfür wäre die Aussage: „Wenn die Republikaner Magdeburg einnehmen, wird das Gras im Elbauenpark durchgängig gemäht und die Wasseranlagen werden ausgefrischt. Drain the swamp.

Aus all diesen genannten Gründen sollte es möglich sein Trump-Mania auch in den Osten Deutschlands zu bringen. Die Ressourcen sind da. Der Experte – bald arbeitslos und frustriert, wie Trumps Wähler eben auch – ist bereit. Nur ein Zünglein an der Waage ist fraglich: Wer in Magdeburg übernimmt die Rolle der versagenden New York Times, die Trump kritisiert und so zum extraordinären Anti-Establishment-Kandidaten gemacht hat. Die Bild? Die Volksstimme? Der Penny-Mark-Prospekt? Das Unterfangen scheint doch komplizierter zu sein…um es mit den Worten des Vorbilds selbst zu sagen: „Ich dachte, es wäre leichter.

Sonntag, 30. April 2017

Latein für Arme #5 - Der Algorithmus-Abgesang

Wir befinden uns im Jahre 2017 n.Chr. Die gesamte Presselandschaft in Magdeburg ist von der Volksstimme besetzt... Ganz Magdeburg? Nein! Eine von unbeugsamen Studenten bevölkerte Website hört nicht auf, dem Imperium Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Volksstimmen-Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Nachrichtum, Sportarium, Marktplatzanum und Kulturbonum liegen...


Nothackerix sitzt vor seinem Laptop und hat ein großes Problem. Die südfranzösische Sonne lodert ihm auf den wohltrainierten Bauch. Der Sonnenbrand steht ins Domus. Dabei sind die Aussichten für seine gelobte Internet-Präsenz alles andere als sonnig. Faulheit macht sich in der Traumstadt an der Elbe breit. Nicht nur die Kicker_innen auf dem grünen Rasen im Ernst-Häckel-Stadion (die Hitze macht auch dem Autor von Nothackerix‘ Abenteuern zu schaffen) … Bernd-Krügel-Kolosseum … Heinz-Ehrhard-Gedächtnisrund … MDCC-Arena (finitus) … Nicht nur die Kicker_innen auf dem grünen Rasen in der MDCC-Arena leiden an kapitaler SchaffensUNfreude. Online liegt eine der besten Webseiten der Welt ebenfalls brach. Die Taktik-Observare – im Ausland billig von Afrikanern produziert – half der Anzahl der Fans nicht über den berühmten #Berg. Seitdem dümpelt der ganze Stolz des sportlichen Studiengangs im mittleren Mittelmaß.

Motivierend wirken konnte nicht einmal ein gewisser Herr Zuckerberg. Dieser versuchte mit perfiden Taktiken die sterbende Webseite am Leben zu halten. Ohne neue Artikel verirrten sich dennoch mehr und mehr Hooligans_innen auf die Seite und drückten den Gefällt-Mir-Bulla. Das lässt drei Schlüsse zu:

  1. Der gemeine Hooligan hält wenig von Inhalten, schmückt sich aber dennoch damit 
  2. Senior Zuckerberg arbeitet in Algorithmus-Sphären, die kein normaler Bürger nachvollziehen kann 
  3. Eine aussagekräftige Tabelle braucht mindestens drei Punkte 
Die Folgen des Mittelmaßes sind weitreichend. Konkurrenz macht sich breit und die Presselandschaft scheint den Galliern auf den Kopf zu fallen. Seitensprünge von elbsport-Galliern sind nicht aufzuhalten. Klapphaltnix und Rhetorix schreiben seit Monaten für ein neues Magazin. Selbst Wochnix hat nun eigene Ideen. Damit hat er einen ebenfalls treuen Gallier abgeworben. Dieser will aus gewissen Gründen anonym bleiben.

In Gallierkreisen spricht man sogar mit Verbindungen zur Vox des Volkes. Bei der Vorstellung, dass seine Herrschaft dem Ende zugeht, schaudert Not-Hackerix trotz der kochenden Temperaturen im fernen Franconia. Was kann in so einer Not-Lage helfen? Etwa ein Not-Hacker_innen? Leider haben es die Studenten nicht so mit Java und HaTheÄhmEL (Wie viele Laute hat die deutsche Sprache eigentlich? ....jede Silbe einmal betonen und so).

Gedankenverloren kaut Nothackerix auf einem Stück Melone herum. Kein Sonderartikel zum Aufstieg, Tristesse im Handball und keine Motivation in Sicht. Die amerikanischen Enten fliegen in den französischen Abendhimmel. „Was für eine schmackhafte Melone“, denkt sich unser Held. Warum kann nicht jedes Thema so schmackhaft sein wie die aus dem fernen Trumpland importierte schwäbische Melone, die zu besten Zeiten_innen wahrscheinlich ziemlich weit einwerfen konnte?
Ein Gewitter zieht auf. Nothackerix dreht sich von der Melone weg und verschwindet im Dunkel seines prunkvoll eingerichteten Ferienhauses.

Das Leben eines studierenden Galliers scheint indes langweilig zu werden. Vor allem, weil eine von unbeugsamen Studenten bevölkerte Website in den Untiefen des Internets verschwindet. Hat das Imperium gewonnen? Wird es jemals wieder eine Hommage an die ehemals beste Sportwebsite der Welt geben?


Dienstag, 27. Dezember 2016

Poffertjes, Grünkohl, Sushi - Der Magdeburger Weihnachtsmarkt

„Licht an!“ Der riesige Tannenbaum erstrahlt plötzlich in einem gleißenden Gold. Dächer beginnen zu glitzern. Rollläden öffnen sich. Karusselle laufen an. Kinderaugen leuchten voller Vorfreude. Die Menge staunt. Bei der feierlichen Eröffnung des Magdeburger Weihnachtsmarkts gibt es viel zu sehen. Währenddessen atmet auf dem Rathausbalkon ein großer Mann mit kurzen, nach hinten gekämmten, schwarzen Haaren auf. Wochen voller Stress und Planung sind für ihn erst einmal vorbei. Der Magdeburger Marktplatz füllt sich vor seinen Augen endlich mit Leben und versorgt seine Besucher mit festlicher Weihnachtsstimmung.

Dabei ist Koordination seine Sache: Paul-Gerhard Stieger ist seit Jahren Veranstalter und Betreiber zweier Gastronomiebetriebe in Magdeburg. Geschäftsführer des Magdeburger Weihnachtsmarkts zu sein, ist aber etwas ganz Besonderes. Insbesondere die 14 Tage vor der Eröffnung haben es laut Stieger in sich. Standbetreiber müssen ihre Buden rechtzeitig und vor allem am richtigen Platz aufbauen. Reibereien um Standorte sind dementsprechend keine Seltenheit. Da muss der geborene Magdeburger nicht nur koordinieren, sondern auch Machtworte sprechen. Ausdauer, Fingerspitzengefühl und eine sympathische, herzliche Art sind der Schlüssel bei der Organisation.

Nachdem Bürgermeister Lutz Trümper mit seinen abschließenden Worten den Markt also offiziell eröffnet und das Licht anknipst, ist die Gefühlslage beim Betreiber entsprechend gelöst: „Jetzt fallen mir gerade ganz viel Steine hier vom Rathausbalkon runter.“ Die Verantwortung ist nämlich immens. Über 1,5 Millionen Besucher werden auf dem Rathausplatz erwartet. Für alle 150 Stände, die sich auf den Haupt- und Mittelaltermarkt verteilen, hat Stieger die Schirmherrschaft. Mit der Eröffnung ist seine Arbeit aber noch nicht getan. Zwar wird es für den Magdeburger deutlich ruhiger, dennoch gilt es das Marktgeschehen zu beobachten und weiter zu organisieren. Die Variable Natur kann ebenfalls zum Faktor werden: „Sturm oder Ähnliches bedeuten für uns dann auch wieder Arbeit.“ Zeit, über den Markt zu schlendern und vom Angebot zu kosten, findet sich natürlich. Da mag es Stieger altbewährt und isst mit Freude Poffertjes oder den „Magdeburger Klassiker“ Grünkohl.

Obwohl es der Geschäftsführer eher traditionell mag, können die Besucher rund um den alten Markt auch Exotisches entdecken. Zu finden gibt es vieles, unter anderem Spezialitäten aus Fernost im kulinarischen Mantel der Weihnachtszeit. „Sushi Santa“ heißt die Bude, die von Willi Wollenschläger ins Leben gerufen wurde. Der Besitzer des Sushi-Moon und sein Team überraschen auf dem Weihnachtsmarkt mit ihren ungewöhnlichen Sushi-Kreationen. Diese sind weit weg vom Klischee rund um rohes Fleisch und Fisch. „Wir wollten hier neue Ideen schaffen und den Weihnachtsmarkt auffrischen,“ sagt Wollenschläger. Deswegen gibt es bei ihm und seinen Kollegen Dinge wie frittiertes Hähnchen im Teigmantel oder die „Weihnachtsrolle“ mit diversen Obstfüllungen. Passend zu den kalten Temperaturen werden alle Sushi-Kreationen hier warm statt kalt serviert. Einige der Speisen sind sogar mit Zimt und Zucker verfeinert. Da kann trotz Sushi doch echte Weihnachtsstimmung aufkommen.

Noch bis zum 30. Dezember ist der Markt geöffnet und bietet nach den Feiertagen weiterhin buntes Programm. Auf der Bühne der Kaiser-Otto-Pfalz gibt es am 28. Dezember Flammenspiel und Feuerzauber mit „Soleil“. Das letzte offizielle Event ist dann einen Tag später die Kehraus-Party mit den Nonnen vom Mauritius-Kloster. 24 Stunden später knipst Paul-Gerhard Stieger dann auch das letzte Licht des Magdeburger Weihnachtsmarkts aus. Im Anschluss heißt es den Abbau zu koordinieren. Spielt ihm das Wetter keinen Streich, wird der Geschäftsführer auch das mit Bravour erledigen.

Dienstag, 30. August 2016

++9: Trauminsel mit Nebenwirkungen

Es hätte so entspannt werden können. Das Setting dafür könnte besser nicht sein: Arbeit beendet, Weltreise vor der Nase und zwei Wochen auf der Trauminsel schlechthin. Aber der Sansibar-Urlaub nimmt eine unerwartete und besorgniserregende Wendung. Nach Fieber, Krämpfen und sonstigen Schmerzen heißt das Setting: Krankenhaus, Blutprobe und Hotelzimmer-Quarantäne. Die Fehlinterpretation des Hotel-Docs bleibt für immer eine Erinnerung. Sagt der Lappen: Ja, das ist Malaria. Zum Glück vertraut er seiner eigenen Hypothese nicht und schlägt die Experten im Krankenhaus vor. Nach einer Stunde Fahrt, ein paar Nadeln und verwirrten Blicken heißt die neue Diagnose nun Salmonellen. Auch nicht schön, aber weniger gefährlich. Geburtstag verbringe ich somit mehr im Hotelzimmer als am kilometerlangem Strand. Egal, geht alles wieder vorbei und the show must go on - oder so. New York up next! 

Samstag, 20. August 2016

++8: Analyse der Außenwirkung-Innenwirkung-Beziehungen auf Fähren nach Sansibar

Gefühlt alle weißen Menschen Daresalaams haben sich hier versammelt. Mit scharrenden Füßen warten sie sehnsüchtig vor der Fähre um gen Luxus zu schippern. Dabei haben es die meisten nicht geschafft das afrikanische Lebensgefühl zu verinnerlichen. Gedrängel, Panik, menschliche Tragödien. Der Weg nach Sansibar ist im Gegensatz zur Insel selbst steinig und unansehnlich. Die tansanischen Mitarbeiter an Land tragen ihren Teil dazu bei. Jeder will seinen Teil der ersten Welt abbekommen. Logisch, kostet doch das Ticket zur Business Class stolze 35 US-Dollar. Horrend! Das ist Dekadenz pur – gemessen am durchschnittlichen Jahreseinkommen eines Einheimischen.

Während um ihn herum die Welt gefühlt untergeht, versucht der Autor dieses Blogs seine gesamte Seelenruhe zusammenzunehmen und ruhig zu bleiben. Er trödelt mit Absicht in der Warteschlange, gibt sich viel Mühe alles ganz lässig zu machen und redet Mitarbeiter auf Swahili an. Es wirkt von außen wohl mehr arrogant als leger. Dem Autor ist das egal, weil für ihn darf der Stress nicht jetzt schon wiederbeginnen. Endete jener doch erst gestern Abend. Da schloss Mr Sill nämlich den letzten Arbeitstag als Praktikant in Afrika ab. Das Arbeitszeugnis schrieb er sich natürlich selbst. Es wirkt von außen wohl mehr arrogant als authentisch.

Auch wenn der Schreiberling dieser Website dieses Jahr schon durch Namibia, Botswana, das freiheitsliebende Simbabwe und Tansania tourte, beginnt sein Reise-Spektakel mit der Fahrt auf die Trauminsel (zu kitschig?) jetzt erst wirklich. Von dort geht es nämlich mit kurzem Transit in Deutschland ins Land der unbegrenzten (politischen) Möglichkeiten. Bevor eine machtgeile, rigorose und gefährliche Person das höchste politische Amt der Welt besetzt – oder doch Trump Präsident wird – muss man die USA noch schnell im „Normalzustand“ besuchen. Die Reiseroute Sansibar – München – Frankfurt – New York in 48 Stunden wirkt von außen wohl mehr dekadent als süddeutsch. Wie kann man sich als sparender Schwabe nur so hart gönnen?

Bei solch einer Mammutaufgabe vor den Augen, kann man nicht gleich im ersten Level „Chaos der afrikanischen Fährenindustrie“ die Nerven verlieren. Auch bei der Aufarbeitung des Ganzen muss man trotz übertrieben nervigen Teenager-und-Mutter-Russen auf den benachbarten Sitzplätzen die Kontenance behalten. WIE KÖNNEN MUTTER UND TOCHTER ÜBER STUNDEN HINWEG NUR SO RUMKICHERN? Das wirkt von außen doch mehr peinlich als gut erzogen. Oligarchen und das junge-Schwarze-die-nur-an-das-Geld-des-reichen-Amis-will-Duo hin oder her, die Fahrt bietet auch einige ansehnliche Highlights. In unserer, mit Luxus durchzogenen Business Class, läuft dieser Film mit Leo, wo der den Oscar für bekommt. Ein filmtechnisch fantastischer Anblick wie der Hollywood-Star vom Bären zerfleischt wird – ein Spaß auch für die jüngeren Gäste. Das wirkt von außen doch mehr verstörend als passend.

Weniger Kritik mehr Urlaubsstimmung, sollte meine Devise sein, während ich einfach Dinge aufschreibe, die mir gerade einfallen – der Leo-Film mit dem Bär ist nämlich ohne hörbaren Ton… Frechheit!11!!!1111!! Da bleibt das Luxus-Gefühl in der Business Class aber aus, Kilimanjaro Fast Ferries Ltd!

So, genug Zeit mit künstlichem Aufregen verbracht. Die Anlegezeit ist in Sichtweite und dann geht das ganze Chaos wieder von vorne los. Bitte, lasst mich einfach meinen Koffer finden… In diesem Sinne: let the journey begin…again.

edit: sitze im Hotelzimmer... n Träumchen


Sonntag, 7. August 2016

++7: Ein Deutscher spielt PokémonGo in Afrika und ihm passiert großes Unglück

She's come undone


















(beim fünften Absatz hätte ich fast geheult)

Ich blicke nach 74° Ost und mein Herz schlägt ein bisschen schneller. Leider bekomme ich aus dem völlig falschen Grund Herzrasen. Schon wieder denkt ein dahergelaufener Typ, dass ich sein Freund wäre. Und nein, ich brauche keine neue Sonnenbrille geschweige denn ein Handykabel fürs I-Phone. Ein Taxi so oder so nicht. Es ist 5:59 Uhr Ortszeit (AM) in Daressalaam und ich habe andere Dinge zu tun. Wichtigere Dinge als undurchsichtige Straßengeschäfte, bei denen ich aufgrund meiner Hautfarbe so oder so den Kürzeren ziehen werde.


„Geo-Catching“ heißt der Anlass für meinen morgendlichen Spaziergang durch die tatsächlich noch schläfrige Großstadt am indischen Ozean. Über diesem wird nämlich auf 74° Ost in wenigen Minuten die Sonne aufgehen. Deswegen steht meine Canon neben mir und wir blicken zusammen übers Meer. Nur einige Mal werden wir von joggenden Fußballmannschaften und neugierigen Geiern in unserer trauten Zweisamkeit gestört. 

She didn't know what she was headed for
Der Weg zum perfekten Ort für das kommende Foto-Setup beginnt allerdings schon gestern. Am Samstagnachmittag spaziere ich durch unbekannte Gassen und Stadtteile, blicke immer wieder auf meine Kompass-App auf dem Samsung. „74° Ost“ lautet das Ziel und während ich Strände und Straßenzüge ablaufe – und das fällt mir jetzt erst auf, während ich diesen Text schreibe – spiele ich in einem fernen Sinn PokémonGo… wobei es nicht darum geht alles und jeden zu fangen, sondern in meiner Variante gibt es nur ein Pokémon und um das dreht sich unsere Welt schon eine ganze Weile. Es ist riesig, jenes Ding und wenn man es richtig in Szene setzen will, muss man es finden bevor es sich überhaupt zeigt (oder googlen wann und wo es aufgeht). 

and when I found out what she was headed for  ... It was too late
Somit sitze ich hier am heiligen Sonntagmorgen (wobei, viele Leute hier muslimisch sind. Die haben, glaube ich, andere heilige Tage, aber egal) und warte während das Meer zu meinen Füßen sanft gegen die Mauer rauscht. Da ist das Ding. Nach minutenlangem Warten wandert die Sonne langsam über den Rand des indischen Ozeans und verschwindet wieder. Jetzt beginnt der Stress für meine treue Begleitung, weil in den Breitengraden, in denen wir uns gerade aufhalten, sind Sonnenauf- und Untergang schneller vorbei als sonst wo. Die Nähe zum Äquator also nicht nur temperatur-technisch zu spüren.




She's come undone.
Heute haben wir leider unglaubliches Pech. Für das gemeinsame Date zwischen technischem Gerät und Besitzer am Ozean wählten wir den falschesten aller Tage. Meine Schuld, ganz klar. Nur auf die Kompass-App geschaut und nicht auch noch die Wetter-App zu Rate gezogen. Dummheit. Es ist nämlich super bewölkt und das gesuchte Motiv kaum zu finden. Nach minutenlangem Bangen und Hoffen auf Besserung, machen wir uns enttäuscht auf den Weg nach Hause. 


Dort angekommen haben wir doch noch ein wenig Glück, weil wir vor dem massiven Regenschauer die heimischen vier Wände erreichen. REGEN? In Tansania? Zu dieser Jahreszeit? Jap, der erste Regentag seit Monaten. Nicht euer Ernst. Dabei wollte ich doch nur ein Foto machen. Nur ein Foto. Mehr nicht …


She found a mountain that was far too high

Donnerstag, 28. Juli 2016

++6: Jung, attraktiv, keine zu breiten Hüften

Hey DU! Ja, genau DU. DU normales, tansanisches Mädchen von der Straße. Willst DU dein Leben von einem Wimpernschlag auf den anderen verändern? Na klar willst DU das.

Quelle: girlsnotbrides
Bist DU zwischen 18 und 25 Jahre alt? Okay, zum Glück. Ansonsten wird’s nichts mit der Veränderung. Hast DU eine so stabile, afrikanische Kindheit verbracht, dass DU in deinem Alter weder verheiratet bist noch Kinder hast? Sehr gut, somit völliger Durchschnitt für diesen Teil der Welt. Bereit für dein einschneidendes Abenteuer? Ja?!

Ach so, eins noch: Englisch solltest du sprechen können. Klasse, hätte uns auch gewundert, wenn gerade DU zu dem Viertel der Schulabbrecherinnen gehörst, die nicht schwänzen, sondern beispielsweise wegen Schwangerschaft, Krankheit, Armut oder anderen Gründen nicht mehr zur Schule gehen können.

Wie groß bist du eigentlich? Ganz durchschnittliche und unauffällige 1,70 Meter sollten es schon sein, um dein Leben zu verändern… am besten sogar noch ein kleines Bisschen größer als das. Perfekt, dann steht deinem großen Moment nichts mehr im Wege. Kannst DU im Bikini mit deiner makellosen Figur überzeugen? Nichts unkomplizierter als richtig dünn und europäisch auszusehen, ganz genau.

Was sind schon Gene oder kulturelle Unterschiede? Es heißt ja nicht ohne Grund DAS Schönheitsideal – da gibt es keine Mehrzahl.

Wie sieht es mit Waxing aus? Machst DU das ebenfalls regelmäßig? Ist doch für eine normale, junge, afrikanische Frau ein Usus, nicht wahr? Abendgarderobe hast DU genug? Super, dann bist DU bereit für unser großes Event, das natürlich ganz typische Tugenden aus dem östlichen Afrika widerspeigelt. Dort wirst DU, Normalste, Durchschnittlichste und Repräsentativste von allen tansanischen Mädchen, mit anderen Normalos um die glänzende Krone kämpfen. Eine Krone, so normal, sie wird unter der Schirmherrschaft des nächsten amerikanischen Präsidenten vergeben. Wenn das nicht vertrauenserweckend ist…

Quelle: Statista: BIP Tansania
DU musst allerdings bei deiner tragenden Beantwortung von wichtigen Fragen ohne Teleprompter auskommen. Dafür vor ganz durchschnittlichen Menschen, die für den Eintritt zu unserem Event – zu deinem großen Moment – nur 50$ bezahlen. Ein bisschen vom niedrigsten durchschnittlichen pro-Kopf-Einkommen der Welt muss auch mal drin sein. Logisch! Insbesondere, wenn sich das Leben einer typischen Einwohnerin vom einen Moment auf den anderen ändert. Der Wahnsinn! Diese Person kannst DU sein. Worauf wartest DU, alltägliches Abbild der Frau im östlichen Afrika, noch?

Dein neues Leben ist nur eine Krone entfernt… und ein paar Schönheitskriterien… und ein wenig Schulbildung… und noch ein bisschen hiervon und davon… ach, egal. Deine Hüften sind eh zu breit, die entsprechen nicht der Miss-Universe-Norm. Einen schönen Tag noch. 

Facebook: MissUniverseTanzania